21. Januar 2011
20. Januar 2011
Eigentlich wollte ich ja einen superinteressanten Klimagipfelbericht schreiben, der alle aufrüttelt, doch mal endlich was für unsere Umwelt zu tun.
Aber irgendwie hat das nicht so richtig geklappt…
Deshalb habe ich mich entschlossen, eben keinen supertollen Bericht zu schreiben, sondern einfachmal zu erzählen, was ich so erlebt habe.
Eigentlich wollte ich ja beim Klimagipfel in Cancún Obama die Hand schütteln. Aber irgendwie hat das nicht so richtig geklappt- weil Obama gar nicht da war…und weil ich nicht an der COP teilnehmen konnte (den UN-Ausweis muss man schon Monate vorher beantragen) Vom offiziellen Teil der COP habe ich also ziehmlich wenig mitbekommen.
Aber ich habe dank verschiedener Treffen und Veranstaltungen von Umweltaktivisten in Mexiko-City die Organisatoren von Klimaforum10 kennengelernt und schließlich als Freiwillige vom 24.11.2010 bis 11.12.2010 bei der Realisierung des Forums geholfen.
Die Idee für diesen „alternativen Klimagipfel“ stammt aus Dänemark, wurde dort letztes Jahr umgesetzt und sollte nun hier wiederholt werden. Bei mehreren der vielen-wirklich vielen- Versammlungen, wurde uns die Geschichte ziemlich ausführlich erklärt: Klimaforum wurde von den Dänen an die Mexikaner übergeben, die allerdings eigentlich kein Geld dafür hatten, aber trotzdem angefangen haben Verhandlungen mit den unterschiedlichsten Organisationen und Instituten zu führen und das Forum zu organisieren. Irgendwie haben sie es auch geschafft, ein Programm auf die Beine zu stellen, 80 Freiwillige und deren Versorgung zu organisieren, einen Poloplatz zu finden, die Infrastruktur aufzubauen und einen Shuttle zum nächsten Dorf aufrechtzuerhalten.
Aber ich habe dank verschiedener Treffen und Veranstaltungen von Umweltaktivisten in Mexiko-City die Organisatoren von Klimaforum10 kennengelernt und schließlich als Freiwillige vom 24.11.2010 bis 11.12.2010 bei der Realisierung des Forums geholfen.
Die Idee für diesen „alternativen Klimagipfel“ stammt aus Dänemark, wurde dort letztes Jahr umgesetzt und sollte nun hier wiederholt werden. Bei mehreren der vielen-wirklich vielen- Versammlungen, wurde uns die Geschichte ziemlich ausführlich erklärt: Klimaforum wurde von den Dänen an die Mexikaner übergeben, die allerdings eigentlich kein Geld dafür hatten, aber trotzdem angefangen haben Verhandlungen mit den unterschiedlichsten Organisationen und Instituten zu führen und das Forum zu organisieren. Irgendwie haben sie es auch geschafft, ein Programm auf die Beine zu stellen, 80 Freiwillige und deren Versorgung zu organisieren, einen Poloplatz zu finden, die Infrastruktur aufzubauen und einen Shuttle zum nächsten Dorf aufrechtzuerhalten.
So also die Situation, als wir nach langer Reise aus Mexiko-City ankamen. Das Problem war lediglich, dass irgendwie keiner wusste, dass wir als Freiwillige kommen. Es gab heftige Diskussionen, aufgeregte Telefonanrufe, Kopfschütteln auf beiden Seiten und dann die Entscheidung, dass wir bleiben dürfen.
Ich hatte mir vorgenommen, die COY6, den 6. Jugendklimagipfel zu besuchen. Am Samstag bin ich nach dem Frühstück aufgebrochen-und zum Mittag angekommen… Das heißt, ich habe 3-4 Stunden gebraucht, um dahin zu kommen! Logischer Schluss: nicht nochmal! Also nur ein Tag COY und dann wieder Hippiechaos im Dschungel... Bei der COY treffen sich Jugend-Delegationen aus aller Welt, um über den Klimagipfel und verwandte Themen zu sprechen, Aktionen zu planen und sich auszutauschen. Manchmal staune ich echt darüber, dass es möglich ist, mit jemandem vom anderen Ende der Welt zu reden. Ich meine, ist es nicht irgendwie krass, dass ich ihn verstehe? Dass ich neben ihm sitze und über die Zukunft des Planeten Erde diskutiere? „It’s really something special to see young people from every corner of the world coming together to share ideas and meet other people doing good work just like them.“ [aus der Abschluss-mail] Das Ambiente der COY war wahrscheinlich sehr COP-ähnlich: Workshops& Arbeitsgruppen Bsp. Aus dem Programm: storries of successfull youth climate action, Anti-opression workshop, UNFCCC crash-course, how to communicate climate change to others, about article 6, movement building, Media & Action working group. Hier ein Link zum Thema.
Zurück im Dschungel: Dank glücklicher Umstände habe ich letztendlich der Presse-Arbeitsgruppe angehört. Das heißt, ich hatte die Möglichkeit, die Konferenzen zu verfolgen, Fotos zu machen und überhaupt einen recht guten Überblick zu haben.
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, ALLES über den Klimawandel und die Klimapolitik, die Verhandlungen und die UNO herauszufinden, aber schnell hat sich herausgestellt, dass das nicht so einfach ist. Nicht nur, weil das Gefühl für „ernsthaftes Arbeiten“ im konventionellen Sinne zwischen Yoga und Tanzkreis ziemlich schnell verlorenging, auch weil das Thema einfachmal viel zu kompliziert ist! Ich hatte den Überblick schon nach dem ersten Absatz der Nachrichten verloren… Die Politiker sprechen offenbar eine eigene Sprache voller kryptischer Abkürzungen und geheimnisvoller Formeln: REDD, REDD+, MDL, clean development, COP, KP etc. Deshalb habe ich einfach mal bei unseren Konferenzen in Klimaforum gut zugehört. Grasrootorganisations sind mir eh lieber…
Im Programm der ersten Tage waren enthalten:
- Circular Dance-Brahma Kumaris
- Fighting Climate Change through Youth Volunteerism- Fresh&Young brains development iniciative
- To confront Megaprojects - Ecomunidades
- Janzu – demonstration of one of the completest and most beautiful terapies of the contemporean epoc - Eustrey
- Meshwork – Es ging irgendwie um Gruppenintilligenz…
- Natural Farming and Yogic Agriculture - Brahma Kumaris
- Real vs. False Solutions to Climate Change from the Perspective of Those Most Impacted – Indigenous Environmental Network, Society For Threatened Peoples International -Kandi Mossett speaking about Oil/Tar Sands, Dirty Fuels and Genocide in North Dekota, die Ölforderung in den Ölsanden hat starke Auswirkungen auf die dortige Bevölkerung: das Wasser ist stark verschmutzt, die Luft ebenso. Ein sehr hoher Prozentsatz stirbt jung an Krebs. Jihan Gearon sprach über die Probleme in ihrem Indinanerreservat (Navajo-land) in Arizona. Dort ist die sogenannte dritte Welt der USA, viele Menschen sind sehr arm, die Arbeitslosigkeit hoch und es gibt jede Menge Probleme. Dazu gehören die Wasser-, Boden, und Luftverschmutzung durch Uranmienen und Ölförderung, aber auch die Grundwasserabsenkung durch den starken Wasserverbrauch in Las Vegas und am Colorado-river. Die Diné kämpfen für ihre Kultur, ihr Land und ihre Gesundheit. Sie wollen keine „Entwicklung“ und sagen: „We wanna stay here.“ Durch lokales Aktionen wie Geschichtenerzählen, gemeinschaftsgärten, generations austausch und natürlich Bildungsarbeit wird dieser Kampf geführt. Aber auch International wird gehandelt: besonders gegen REDD und für die Respektierung indigener Rechte.
- second day
- The Inner Dimensions of Climate Change - Global Peace Initiative of Women
- Sergio Alonzo hat uns über die Situation kleine ökologich produzierender Bauern in Mexiko aufgeklärt. In der öko-Landwirtschafts gibt es einerseits die großen Biokonzerne, andererseits die nachhaltig wirtschaftenden kleinen Bauern. Diese Kleinbauern setzen sich durch „Agroökologie“ für soziale Entwicklung und organische Produktion durch gesunde Ernährung und ökologischen Lebensstil ein. Oft können sie die 15-20 000 pesos (920-1220) für ein Bio-zertificat allerdings nicht zahlen. So wurde die Initiative „Soziale Zertifizierung“ gegründet. Hierbei bewerten die Käufer die Qualität der Produkte und die Felder.
- Laguna de Acuitlapilco, Tlaxcala -Dr.Hector Joseph Cid.
- El mejor transporte es el que no se usa - Ecomunidades - Federico Aliaga, Eugenio Cabrera, Miguel Valencia (der beste Transport ist der, der nicht genutzt wird)
- Der Vorschlag, die Region Ixta-Popo als Menschheitserbe deklarieren zu lassen – Gildardo Espinosa Sanchez, Fundacion Gregorio
(wobei manche Präsentatoren nicht gekommen sind, oder später angefangen haben, oder in einem anderen Zelt geredet haben, oder, oder, oder)
Am Wochenende hatten wir zum Glück die Möglichkeit mal etwas auszuspannen. Viele der Freiwilligen sind an den Strand gefahren oder haben einfach gefaulenzt.
Wobei das Anstrengenste nicht unbedingt die Arbeit gewesen ist, sondern eher die tausend Treffen und Versammlungen sowie die internen Konflikte in Klimaforum. Im Organisationskomitee, zwischen dem Komitee und den Freiwilligen, zwischen verschiedenen Freiwilligengruppen und einzelnen Personen. Es ging um verschiedene Themen: Hierarchie, Arbeitsorganisation, Politik, Beteiligungsrechte, Transparenz, Entscheidungsfindung etc. Bsp.: das Organisationskomitee hat 10 000$ von der Stiftung ADVINA abgelehnt, weil sie herausgefunden haben, dass diese Stiftung eine dunkle ökologische Vergangenheit hat. Damit waren einige Freiwillige nicht einverstanden, weil wir das Geld recht dringend gebraucht hätten. Ich muss sagen, dieser sozio-politische Teil von KLIMAFORUM war nervenaufreibend, kräftezehrend und irgendwie auch sehr interessant.
Wobei das Anstrengenste nicht unbedingt die Arbeit gewesen ist, sondern eher die tausend Treffen und Versammlungen sowie die internen Konflikte in Klimaforum. Im Organisationskomitee, zwischen dem Komitee und den Freiwilligen, zwischen verschiedenen Freiwilligengruppen und einzelnen Personen. Es ging um verschiedene Themen: Hierarchie, Arbeitsorganisation, Politik, Beteiligungsrechte, Transparenz, Entscheidungsfindung etc. Bsp.: das Organisationskomitee hat 10 000$ von der Stiftung ADVINA abgelehnt, weil sie herausgefunden haben, dass diese Stiftung eine dunkle ökologische Vergangenheit hat. Damit waren einige Freiwillige nicht einverstanden, weil wir das Geld recht dringend gebraucht hätten. Ich muss sagen, dieser sozio-politische Teil von KLIMAFORUM war nervenaufreibend, kräftezehrend und irgendwie auch sehr interessant.
Highlights der zweiten Woche waren Evo Morales und die Demo, weitere Konferenzen und Aktionen:
Guantanamera (COP16 Version)
Guantanamera (COP16 Version)
- Workshop zur Verbesserung der Sexualität inden vier menschlichen Spären (Körper, Geist, Gefühle, Verstand) -Eustrey
- Spiritual practices and meditation will be held in the tent during the day to honour the sacredness of Mother Earth and create positive energy to support the negotiations.
- Solar in Industralized Countries: Finance & Policy Perspectives - Solar Action Network: Benjamin Peters
- Arctic Meltdown: The Apocalyptic Logic of Canada's 'Northern Strategy' – York University: Jacqueline Medalye and Ryan Foster
- Kumi Naidoo-Direktor Greenpeace international
- Coalition of environmental caravans in Mexico - Nomads United: Kareen Kohn, Alberto Ruz,…
- Gonzalez y Howard Ehrman: Building Carbon- Negative Communities-Global Ecovillage Network: Albert Bates, Aili Pyhala, Maria Ros,…
- Farming the cities for sustainable low carbon society -Citizen´s Committe for Green Seoul-Kang oh LEE
- African Women´s Decade And Climate Change-Centre for 21st Century Issues
- Veganism & climate change – AnimaNaturalis: Israel Arriola
- Korallenkrankheiten-Ursache für das Sterben am Riff- Rosa Elisa Rodríguez-Martínez
- VOICE Ecocide -demystifying the climate negotiations -Polly Higgins
- Taller permacultura -Ruta Ahimsa
- INES (international Network of Engineers and Scientists for Global Responsability) fördert globale Verantwortung für Frieden und Nachhaltigkeit, setzt sich für atomare Abrüstung, verantwortungsvolle und nachhaltige Nutzung von Wissenschaft und Technik und die Integration ethischer Prinzipien in die wissenschaftliche Ausbildung ein.
- Oilpeak-Luc Binette
- Youth support of sexual and reproductive rights
- Die bolivianische Bewegung unter der Führung von Evo Morales fordert die Anerkennung der Rechte der Mutter Erde.
- Eine der Protestaktionen in Klimakorum war das kollektive Nacktbaden. Plötzlich sind etwa 30 junge Leute nackt um die Ecke gerannt gekommen, um dann im Pool en bisschen zu baden. Und so für mehr Freiheit und Toleranz zu werben.
- Eine Gruppe jugendlicher Japaner hat in Klimaforum die Buchstaben K und P, symbolisch für Kyotoprotokoll, aus Menschen geformt. Jeder hatte Botschaft in der Hand. Der Aufruf zur Verlängerung des Kyotoprotokolls und all der damit verbundenen Forderungen urde dann als Foto an die japanische Regierung geschickt.
- Um gegen Tierquälerei zB. Beim Polosport zu protestieren wurde gelegentlich auf dem Poloplatz Fußball gespielt. (das macht das Gras kaputt)
- Videospot von Youthclimatemovement
Für mich war auch die schildkröte, die wir auf der straße gefunden und dann wieder ausgesetzt haben, ein Highlight.
Ca. Mitte der zweiten Woche hatte sich dann langsam so etwas wie „Alltag“ eingestellt. Das heißt, es lief nicht mehr alles so chaotisch, vieles hat von selbst funktioniert (irgendwie wusste nie jemand, wer fürs Essen zuständig ist, aber es hat sich doch immer eine Gruppe gefunden)und irgendwie war alles nicht mehr so stressig. Ich muss allerdings auch zugeben, dass Logistik und Organisation viel einfacher waren, als ein Großteil der Freiwilligen nicht da war…
Mein Fazit:
Hippiepower hat die Kraft, Stress zu kurieren.
Internationale Politik ist sehr kompliziert.
Die 1000 KF-Besucher haben ein erlebnisreiches entspanntes und spannendes klimaforum erlebt. Und viele Organisationen hatten die Chance zum Erfahrungsaustausch.
Im Dschungel an der Karibikküste kann's verdammt kalt werden...
Es gibt so viele Pobleme und so viele Lösungsstrategien, soviele Fragen, so viele Antworten, dass unmöglich nur eine richtig sein kann. Vielleicht ist es möglich, den menshgemachten Anteil am klimawandel zu reduzieren und dafür zu sorgen, dass uns als Menschheit die Folgen des Klimawandels nicht ganz so hart treffen. (anders ausgedrückt: die Antwort von Mutter Erde auf das Verhalten ihrer Kinder, der Menschen) Wenn es möglich ist, dann bestimmt auf ganz unterschiedliche Art und Weise; weniger oder kein Fleisch essen, CO2 reduzieren, für ein anderes Gesellschaftssystem kämpfen, Wälder schützen, „Klimaopfern“ helfen, einen Permakulturgarten anlegen, Plastiktütenfrei leben, Fahrradfahren etc. und, wer sich nicht waschen will, weil die Chemikalien das Meer zerstören-bitte. Ich für meinen Teil bevorzuge Naturseife. Wir können den Klimawandel nicht verhindern, aber wir können versuchen das Schlimmste zu verhindern.
Deshalb: In Vielfalt vereint denken wir global, handeln wir lokal!
Und mein Aufruf: Cuidemos las maravillas de este mundo! Lasst uns auf die Wunder dieser Welt aufpassen!
Links espaniol
Varios Cancún; varios Klimaforum
el bus de aceite de cocina
Pagina web de Klimaforum10
Activistas convocan al Klimaforum10, la cumbre alterna a la COP 16
Convocatoria internacional
Para klima forum las ponencias destacan la necesidad de incorporar a la poblacion
Diversidad cultural y naturaleza, en campamento Klimaforum
Recibe Klima Forum a indígenas quechuas
Arriba caravana ecológica
Baila Klimaforum, al “son” de federales
links deutsch
Drinnen gegen draußen
der Klimagipfel in Cancún - ein Überblick
Der Klimagipfel in Cancún bestand aus mindestens 5 verschiedenen Veranstaltungen:

- COP16 (in den Luxushotels Cancunmesse und Moon Palace)- organisiert von den Vereinten Nationen, Verhandlungen von Diplomaten aus aller Welt
- Dialogo climático – Greanpeace, Oxfam, Friends of the Earth etc., Präsentationen und Workshops
-Villa climática (Climate Change Village)– „Klimamesse“ der Regierung- Ausstellungen, Infostände
-Via campesina – Evo Morales, Bauern- und Indigenenbewegungen
-Klimaforum10 - grassroot organisations
COP16 = 16. Conference Of the Parties = 16. Treffen der Vertragspartner der Klimarahmenkonvention (UNFCCC ),welche ein Ergebnis der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janairo ist. Sie verankert völkerrechtlich verbindlich das Ziel, einen gefährlichen und menschlich verursachten Eingriff in das Klimasystem der Erde zu verhindern. Konkrete Klimaschutzmaßnahmen mit genauen Reduktionszielen für alle Industrieländer wurden im Kyotoprotokoll 1997 festgelegt, das 2005 in Kraft trat und 2012 ausläuft.
Einige generelle Links zum Thema:
COP16 = 16. Conference Of the Parties = 16. Treffen der Vertragspartner der Klimarahmenkonvention (UNFCCC ),welche ein Ergebnis der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janairo ist. Sie verankert völkerrechtlich verbindlich das Ziel, einen gefährlichen und menschlich verursachten Eingriff in das Klimasystem der Erde zu verhindern. Konkrete Klimaschutzmaßnahmen mit genauen Reduktionszielen für alle Industrieländer wurden im Kyotoprotokoll 1997 festgelegt, das 2005 in Kraft trat und 2012 ausläuft.
Einige generelle Links zum Thema:
KLIMAWANDEL – INTERESSIERT DOCH NUR DIE ÖKOS
Denkste! Menschenrechtler, Wirtschaftsbosse, Bauern, Philosophen, Forscher, Studenten, Künstler, Kommunisten und Anarchisten interessieren sich auch dafür. Es geht schließlich nicht „nur“ um Abholzung und Artensterben, sondern auch um Energieprobleme, Ernährungskrisen und gesellschaftliche Unruhen.
Das Thema Klimawandel ist längst von spätnächtlichen Lagerfeuerdiskussionen auf den Tagesordnungsplan internationaler Politikkonferenzen gerutscht. Es geht nicht mehr um Bienensterben, sondern um die daraus resultierenden Konsequenzen für die Agrarindustrie, es geht nicht mehr um einen Hektar abgeholzten Regenwald, es geht um die Zukunft des Planeten.
Das Thema Klimawandel ist längst von spätnächtlichen Lagerfeuerdiskussionen auf den Tagesordnungsplan internationaler Politikkonferenzen gerutscht. Es geht nicht mehr um Bienensterben, sondern um die daraus resultierenden Konsequenzen für die Agrarindustrie, es geht nicht mehr um einen Hektar abgeholzten Regenwald, es geht um die Zukunft des Planeten.
Dank des Aufbaus der Atmosphäre ist unser Planet Erde nicht tiefgefroren, sondern besitzt eine Durchschnittstemperatur von 15°C. Verantwortlich dafür ist der natürliche Treibhauseffekt, der dazu führt, dass die von der Erdoberfläche reflektierte Sonnenstrahlung nicht komplett zurück in den Weltraum gelangt, sondern in Wärmestrahlung umgewandelt wird. (Treibhausgase sind z.B. Wasser, Kohlenstoffdioxid und Methan)
Im Laufe der Erdgeschichte war diese Durchschnittstemperatur auf Grund von veränderten Erdbahnparametern (Milanković-Zyklen), Meteoriteneinschlägen, Vulkanausbrüchen etc. allerdings nicht konstant. Im Karbon vor etwa 280 bis 345 Millionen Jahren war es in Mitteleuropa z.B. tropisch warm. Es konnten riesige Farne und Landpflanzen wachsen, die teilweise im Laufe der Jahre zu Steinkohle wurden.
Durch die massive Verbrennung fossiler Energieträger wie z.B. Kohle und Erdöl seit der industriellen Revolution um etwa 1800 wird dieser gespeicherte Kohlenstoff wieder in Kohlenstoffkreislauf eingebracht. Die Folge des erhöhten Treibhausgasanteils in der Erdatmosphäre ist logischerweise, dass es wärmer wird. Für den Planeten Erde ist das nichts Neues, er wird das wie schon zuvor überleben. Schwierig kann es jedoch für die (höher entwickelten) Lebewesen der Erde werden: Tier, Mensch und Pflanze. Die kritische Frage ist nun natürlich: Wann wird es so warm, dass Menschen, Tiere und Pflanzen Überlebensschwierigkeiten haben werden? Wird es überhaupt so warm? Hat der Mensch wirklich so viel Einfluss auf das Klima? Wenn es generell wärmer wird, warum haben wir dann heute kältere Winter als vor 10 Jahren?
Diese Fragen kann wohl keiner mit hundertprozentiger Sicherheit beantworten. Den Klimawandelhysterikern stehen genauso viele Klimawandelleugner gegenüber, den Klimawandelbefürworter ebenso viele Klimawandelkritiker.
Sicher ist jedoch eindeutig, dass sich das Klima vielerorts verändert. Extreme Klimaereignisse wie Überschwemmungen und Dürren, Hurrikane und Erdbeben, Hitzewellen und Kälteperioden treten ganz offensichtlich heute häufiger auf als vor ein paar Jahren. Und sicher scheint auch, dass diese Veränderungen große Probleme nachsichziehen werden. Egal, wie diese Probleme aussehen werden, sie werden die am meisten spezialisierten Lebewesen am härtesten treffen. Wie sollen wir mit all den spezialisierten Tieren, Pflanzen und Menschen umgehen? Was wird aus Inselbewohnern, Eisblumen und Äquatorpinguinen?
Ja, und genau da hört die Wissenschaft auf. Und die Ethik beginnt.
8. Januar 2011
Ferien in Orizaba
Zum Abschluss meiner Reise bin ich recht ueberraschend in Orizaba gelandet, einer kleinen nicht-touristischen Stadt zwischen Bergen und Kueste.
Hier geniesse ich echtes Sommerferiengefuehl: 30°C, Eis am Stiel, kleine Ausfluege und Party...
Mit Alan, den ich in Klimaforum kennengelernt habe, verbringe ich die letzten Tage bevor ich zurueck ins chaotische DF fahre. Er zeigt mir die ruhige sommerliche aber sehr interessante Stadt, nimmt mich zu seinen Freunden mit und erzaehlt Geschichten.
So gibt es zum Beispiel auf dem Friedhof ein Grab eines kleinen Maedchens, das von einem Engel bewacht wird. Der Legende nach spielen die Seele des Kindes und der Engel jede Nacht zusammen.
Eine andere Geschichte erzaehlt von der Meerjungfrau, die Nachts am Ufer des Stadtsees sitzt. Wer sie -ohne sie anzuschauen- auf seinem Ruecken zur Kirche in der Stadtmitte traegt, wird nicht nur Koenig von Orizaba, er sorgt auch dafuer, dass sich die ganze Stadt in Gold verwandelt.
Ein echt beeindruckendes Beispiel der Ingenieurskunst ist die Bruecke "Metlac". 115m durfte ich in die Tiefe schauen, als ich daruebergelaufen bin.
Hier geniesse ich echtes Sommerferiengefuehl: 30°C, Eis am Stiel, kleine Ausfluege und Party...
Mit Alan, den ich in Klimaforum kennengelernt habe, verbringe ich die letzten Tage bevor ich zurueck ins chaotische DF fahre. Er zeigt mir die ruhige sommerliche aber sehr interessante Stadt, nimmt mich zu seinen Freunden mit und erzaehlt Geschichten.
So gibt es zum Beispiel auf dem Friedhof ein Grab eines kleinen Maedchens, das von einem Engel bewacht wird. Der Legende nach spielen die Seele des Kindes und der Engel jede Nacht zusammen.
Eine andere Geschichte erzaehlt von der Meerjungfrau, die Nachts am Ufer des Stadtsees sitzt. Wer sie -ohne sie anzuschauen- auf seinem Ruecken zur Kirche in der Stadtmitte traegt, wird nicht nur Koenig von Orizaba, er sorgt auch dafuer, dass sich die ganze Stadt in Gold verwandelt.
Ein echt beeindruckendes Beispiel der Ingenieurskunst ist die Bruecke "Metlac". 115m durfte ich in die Tiefe schauen, als ich daruebergelaufen bin.
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